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25
Mai
2013

M-Stadt Rache kommt durch den Garten

6Gespenstische Stille herrschte in dem kleinen Weg, wo ein langweiliges Reihenhaus neben dem anderen stand. Häuser, die sich im nassen Aspahlt spiegelten, teilweise mit heruntergelassenen Fensterläden, menschenleer sogar die meisten. Es schien, als wäre man ausgegangen. Das gelbliche Mondlicht einer glasklaren Winternacht fiel in den Vorgarten. Die Balkontür stand gekippt. Dort saßen sie im hellen Licht des Wohnzimmers, beide. Der unscheinbare Mann und seine Frau, in getrennten Sesseln und lauschten weltlichem, dass aus einem kleinen Fernseher kam. Über den köpfen hing ein einsames Bild auf einer weißen, kahlen Wand, schemenhaft sah man die Küche, Ofen, Tisch und Stuhl ließen sich nur stückweise blicken. Zu später Stunde ging die Frau nach oben und legte sich schlafen, während der Mann sich ganz genüsslich noch ein weiteres Bier gönnte. Perry ging durch den Garten und klopfte an die Scheibe der Balkontür. Erschrocken von dem nächtlichen, späten Besuch öffnete der Mann zögerlich die Türe und ließ Perry nach einem kurzen Wortwechsel in das Haus. Kurz darauf, fassungslos aufgrund der unverhofften Begegnung die ihm gegenüber am Tisch saß, taumelte der Mann kreidebleich im hellen Licht und sackte zu Boden. Von Schüttelanfällen überkommen klammerte er sich an Perrys Hosenbein. Dem Nervenzusammenbruch nahe, suchte er nach Rechtfertigung für den kläglichen Versuch den er unternommen hatte, an einem unschuldigen Kind mal so richtig Dampf abzulassen. Es lag an ihm die Sache seiner Frau zu beichten. Andernfalls würde Perrynach oben in den ersten Stock gehen, er würde sie vorsichtig aus dem Schlaf holen, ja geradezu rührend würde er sie bei der Hand nehmen und ihr während eines ausgiebigen Abendspaziergangs im geblichen Mondlicht, fast wie ein richtiges Liebespaar, die ganze Geschichte erzählen. Solange, bis sie auf den Boden fällt, sich nicht mehr bewegen und dem Leben auf Wiedersehen sagen würde. Als Perry das Haus verlies, wagte der bleiche Mann sich kaum noch zu rühren.
Zwei Tage später baumelte der Schandfleck, wie ein nasser Sack voll Wäsche , über dem Dachboden seines Speichers. Die Ordnung in unserem Viertel war wiederhergestellt. , bis auf Soderberg, das vom kokain aufgefressene Filetstück, den Boss von M-Stadt. Für ihn ließ Perry sich Zeit. In der Tat, er kam ganz zum Schluss dran.
Menschen wie Perry brauchen keine Schaulustigen, keine Menschenmassen um sich herum, wenn sie zuschlagen. Keine vorbeifahrenden Züge, aus denen man mit voller Begeisterung zugewinkt bekommt und schon gar keine klassische Gesamtkomosition eines Orchestergrabens, dessen Dirigent man nach gelungener Aufführung Standing-Ovations zollt. Menschen wie Perry warten ab....

M-Stadt-Danke scheues Mädchen winterkalt

cocaine"Hey du Schlafmütze", flüsterte mir eine warme Stimme ins Ohr.
"Aus der Traum!"
Als ich langsam die Augen öffnete, lag noch ein Hauch von Winterkälte in Tessies Gesicht.
"Nein, sie war wirklich kein Kind mehr, kein gedankenvoll in sich gekehrtes, scheues Mädchen und in der Zwischenzeit weiß Gott viel, viel mehr noch, als eine verträumte und zärtliche Schwärmerei, die in einem dunklen Kellerloch begann, in die ich mich durch die liebevolle kindliche Verspieltheit eines einzigen, stillen Kusses klammheimlich verliebt hatte..
Nein, Sie war mittlerweile ein wundervolles Mädchen geworden, dass nichts mehr gemeinsam hatte, mit dem drogenkaputten Kinderstummel aus vergangen Zeiten.
Als ich sie vor fast zwei Jahren das erste Mal sah, saß sie auf einer kleinen Obstkiste, schüchtern mit geschlossenen Augen und einer frisch aufgesetzten Spritze im Arm.
Tessie war die Nr. 1 in M-Stadt, die uneingschränkte Schneekönigin, die Dame auf dem Schachbrett. Eine Sternschnuppe am nächtlichen Himmel, bei der du jede Sekunde mitzählst, wie lange sie noch sichtbar ist, weil du sie niemals mehr aus den Augen verlieren möchtest. Als ich vor ihr stand lächelte sie, kindlich, verlegen, und gab mir einen sanften Händedruck, der mich trotzdem durchzuckte.
Tessie war eben genau das Mädchen, mit dem du dort sitzten möchtest, wo das Meer den Strand trifft, wo du heimlich anfängst jede hereinbrechende Welle mitzuzählen, nur um in ihrem wundervollen rötlichen Mund nicht vorzeitig kommen zu müssen.
Doch mein Wunschtraum hatte sich, ein paar Minuten vorher in einem verrußten Silberlöffel aufgelöst.Tessies blutjunge Vagina war nichts anderes gewesen, als der Haupteingang eines verbotenen Clubs, ein drogenabhängiger Spermagulli, dem es scheißegal war, ob er leer ausging oder nicht, ob du den Mund anlegst, oder ihm mit brachialer Gewalt den Finger hinein schiebst. Schließlich war Tessie nicht anders, als eine aus der Norm geratene kleine Fickstunde für grundanständige, väterliche Figuren, die nur dann ihre Schwänze hochbekamen, wenn sie das Gefühl erleben durften, hauchdünne Jungfernhäutchen zu durchbrechen, sie auseinander zureißen wie Frischhaltefolien, eben noch mundgerecht vorgewärmt, starrten aufrecht hingestellte Schwanzrohheiten aus offenen Reißverschlüssen, in freudiger Erwartung auf ihr kindgerchtes Männerspielzeug, dass hoffentlich, hoffentlich auch der langersehnten Lochordnung entsprach, mit fast mädchenhafter Ruhe sollte es sich beim Spalten von blässlichen Delikatessen doch bitteschön anfühlen, wie Schmiergelpapier.
Mit ziemlicher Sicherheit wäre Tessie in der Drogenhölle M-Stadt verreckt.
Wäre da nicht Perry gewesen, der innerhalb weniger Tage, die krankhafte Faszination einer Kinderkrabbelgruppe dem Erboden gleich machte. Mit ihr, verschwand auch Tessie. Ich dachte ich würde sie nie wieder sehen....
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