15
Apr
2013

M-STADT VOM SUCHEN UND FINDEN DER WAHRHEIT

Zwischenablage012Es war die Wahrheit, die jetzt stark verwundet in der Ecke lag, blutgesättigt, als Bohrausschnitt im Waschbecken und eigentlich nichts anderes zu bedeuten hatte, wie eine hässliche Enttäuschung vom Leben. Soweit es ging, versuchte Perry seinen drohenden, seelischen Zusammenbruch zu verhindern. Die gewaltbereite Atmosphäre seiner Gedanken, hatte er für kurze Dauer gegen Rechtfertigung und Verständnis eingetauscht.
Lag er nicht von Anfang an richtig mit dem Gedanken, etwas Tiefgründiges würde in ihm schlummern, dass es einfach nicht schaffte abgeschlossen zu werden?
Wie oft schon wurde er Zeuge davon, wie Preisverhandlungen und Bilderverkäufe zu einer fast politischen Sache geworden sind, weil er keinem Deutschen die Hand gab. Niemals einem Deutschen die Hand gab!
War er nicht in Wirklichkeit eines jener abgebrühten Berechnungstalente, die es mit der Zeit sogar geschafft hatten, wirkliche Zuneigung und Schwärmereien für ein junges, deutsches Talent zu entwickeln?
Aber wie schaffte man es, wirkliche Zuneigung und Sympathie für jemanden zu empfinden, dessen Großeltern alle Anstrengungen unternommen hatten, den Menschen im Lande klar zumachen, dass das Leben nur so angefüllt war, mit nichtssagender Judenkraft?
Und obendrein noch das Wunschziel herum posaunten, von kompletter Auflösung der jüdischen Weltanschauung.
War es tatsächlich also nur die Geldgier, die ausreichend Grund genug war, dass man ein langjähriges Trauma sogar hinter jüdischen Fensterscheiben einer Galerie ausstellen würde?
Oder würde er selbst dieses Detail im Laufe der Jahre zu korregieren versuchen, in dem er es als eine Geste jüdischer Großzügigkeit benennt?
Perrys innere Zerissenheit steigerte sich von Minute zu Minute. Mittlerweile hatte sich zwischen ihm und dem Zahnarzt eine hochexplosive Korrespondenz über Bilder und Kunst entwickelt. Ohne es zu Wissen, ohne Ablenkung und ohne eine Pause in seinen Erzählungen einzulegen, schickte der Zahnarzt Perry und den Galeristen, in eine Welt aus Isolation, menschlicher Verlogenheit und fast gegenseitiger Vernichtung....
smoke.mirror@yahoo.de

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